Fangjagd-Ausbildungslehrgang

Ausschreibung


Gemäß Landesjagdgesetz NRW müssen Jägerinnen und Jäger in Nordrhein-Westfalen einen vom zuständigen NRW-Umweltministerium anerkannten Fangjagdlehrgang besuchen, bevor sie die Jagd mit Fallen ausüben. Dies gilt nicht für Revierjäger und bestätigte Jagdaufseher. Auch Jägerinnen und Jäger, die bereits in der Vergangenheit am Lehrgang des Landesjagdverbands erfolgreich teilgenommen haben, gelten als qualifiziert.

Die Fangjagd-Ausbildungslehrgänge der Kreisjägerschaft Euskirchen e.V. finden im KJS-Vereinsgebäude, Bergstr 10, 53949 Dahlem, statt.
Höchstteilnehmerzahl je 15.

Inhalte dieser Ganztagsveranstaltung:
Dem Teilnehmer werden die rechtlichen Grundlagen der Fallenjagd, Grundzüge des Tier- und Artenschutzes sowie theoretische und praktische Kenntnisse über Funktion, artenspezifischen Einsatz und Kontrolle der Fallen vermittelt (§ 29 DVO LJG-NRW).
Der theoretische und der praktische Teil dauern jeweils 4 Stunden. Nach der Teilnahme am gesamten Lehrgang erhalten Sie eine rechtsgültige Bescheinigung, die Sie dazu berechtigt, die Fangjagd im Land NRW ausüben zu dürfen!

Die Schulungsgebühr beträgt derzeit für Mitglieder der KJS/LJV 70 EUR; für Nichtmitglieder 140 EUR. Der Jagdschein ist mitzubringen. Die Gebühr ist vor Ort bar zu bezahlen. Getränke sind vor Ort erhältlich; Mittagessen ist in der Schulungsgebühr enthalten.

Um planen zu können, bitten wir interessierte Jäger um Meldung schulung@kjs-euskirchen.de mit folgenden Angaben: Name, Vorname, Anschrift, GebDatum, Mitgliedschaft KJS/LJV.


Bericht Fallenlehrgang

Mitte September 2022 hat die KJS nach langer Zeit den vierten Fangjagd-Lehrgang durchgeführt und damit insgesamt 60 Jäger geschult. Dabei wurden den Teilnehmern die rechtlichen Grundlagen der Fallenjagd, Grundzüge des Tier- und Artenschutzes sowie theoretische und praktische Kenntnisse über Funktion, artenspezifischen Einsatz und Kontrolle der Fallen vermittelt (§ 29 DVO LJG-NRW). Ausbilder waren Dr. Giso Hellhammer-Hawig und Revierjäger Hermann Kinzer.
Beim gemeinsamen Aufbau erfuhren die Teilnehmer viel über die Handhabung und Wirkungsweise der Fallen. Kofferfalle, Wippbrettfalle, Betonrohrfalle etc., die alle zur Prädatorenbejagung eingesetzt werden. Sie sind Lebendfangfallen, die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen unterliegen. Dazu zählen beispielsweise die Größe einer Falle, die komplette Verblendung dieser und die dauerhafte und jederzeit sichtbare Kennzeichnung zur Feststellung des Besitzers. Zudem muss jede Falle mit einem elektronischen Fangmeldesystem ausgestattet sein, soweit keine kommunikationstechnischen Gründe entstehen. Das Fangmeldesystem informiert den Fallenbesitzer über das Handy, so dass Tiere unverzüglich – wie gesetzlich vorgeschrieben – entnommen werden können.
Die Verwendung der Lebendfangfallen muss zuvor der unteren Jagdbehörde angezeigt werden, in deren Bezirk sie eingesetzt werden sollen. Angaben über die Anzahl und Art der Fallen, Kennzeichen der Fallen, deren Einsatzort (Jagdrevier) und Verwendungszeitraum werden ebenso gefordert
Viele Jäger, die bislang nicht mit Fallen gejagt haben, schätzen es, ihr brachliegendes Wissen über die Fangjagd, dass sie während ihres Jägerkurses gewonnen haben, in dem Lehrgang aufzufrischen. „Jede Form der Fort- und Weiterbildung, sei es im Schießwesen oder bei der Fangjagd ist nicht nur lobenswert, sondern auch notwendig“, sagt Bodo Weranek. „Nur so können die Jäger ihre Aufgabe, tierschutzgerecht und gesetzestreu für einen gesunden und der Natur angepassten Wildbestand zu sorgen, auch erfüllen.“
Am Ende des Tages waren Jäger durch das Ausbilderteam auf den neusten Stand gebracht worden. Das Zertifikat ermöglicht ihnen auch zukünftig die notwendige Prädatorenbejagung tierschutzkonform und legal durch zu führen. Im Oktober 2022 und März 2023 folgten weitere Lehrgänge, der Plätze nach Ausschreibung sofort belegt waren.